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General-Anzeiger
vom 20.09.09
Von Hardy Gertz
Akkordeonorchester
Oschersleben in St. Nicolai
Filigrane Ausarbeitung musikalischer Details
Landkreis - Das Akkordeon
als konzertantes Instrument ist den wenigsten Mitmenschen bekannt. Zu
groß ist das Klischee als Volksmusikinstrument und seine Verankerung in
der Folklore. Dass seit fast 80 Jahren auch anspruchsvolle
Originalliteratur sowie musikalisch wertvolle Adaptionen von Orgelwerken
und anderen „Klassikern" zum Repertoire dieses Instruments gehören,
wissen die Wenigsten. Einige wenige Solisten und Orchester haben es sich
allerdings zur Aufgabe gemacht, das Instrument und seine Werke zu
etablieren.
Das Akkordeonorchester Oschersleben gilt in der Region seit mehr als 40
Jahren als fester Bestandteil der konzertanten Kulturszene. Gegründet
vom Musikpädagogen Klaus Hoppe feierte das Orchester über die Jahrzehnte
hinweg große Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben,
machte Aufzeichnungen für Rundfunk und TV und spielte sich in Konzerten
quer durch Deutschland mit Originalwerken und Arrangements großer
Klassiker in die Ohren und Herzen vieler Zuhörer. Insbesondere die
filigrane Ausarbeitung musikalischer Details, das technische Können der
Spieler sowie die Leidenschaft zum ungewöhnlichen Instrument
beeindruckten in all den Jahren,
Das Orchester existiert inzwischen in der fünften Generation. Parallel
existieren ein Jugend- und ein Kinderorchester. In der Öffentlichkeit
war vom Orchester in der letzten Zeit zugegebenermaßen weniger zu sehen,
da man mit internen Umbesetzungen der Spieler und organisatorischen
Problemen zu kämpfen hatte. Unvergessen sind die Konzerte in der
ausverkauften Johanniskirche der Landeshauptstadt, der Sieg beim
„International World Music Award" in Innsbruck oder einige der wenigen
kleinen Konzerte im Landkreis Börde.
Mit altem und neuem Repertoire meldet sich das Orchester im September zu
zwei Konzerten in Oschersleben und Magdeburg zurück. Gemeinsam mit dem
etablierten Magdeburger Vokalensemble InTakt werden 90 Minuten
abwechslungsreiches Programm geboten, dass vom romantischem Orgelwerk
von Leon Boellmann über irische Originalmusik für Akkordeonorchester,
von A-Capella-Darbietungen von Volksliedern in interessanten
Ensemble-Arrangements bis zu Adaptionen von Abba und Frank Sinatra
reichen wird. Für Abwechslung sorgen auch Titel des argentinischen
Tangomusikers und -komponisten Astor Piazzolla oder die
Gospel-Bearbeitungen des Chores. Höhepunkt werden sicherlich wieder die
gemeinsam vorgetragenen Werke beider Ensembles, die im vollen Tutti und
in der Akustik der Kirchen mit Sicherheit wieder für ein wenig Gänsehaut
sorgen werden.
Am 26. September in der Petrikirche in Magdeburg und am 27. September in
der Nicolaikirche Oschersleben werden die fast 40 Musiker abwechselnd
und gemeinsam auf der Bühne stehen. Weitere Informationen zum Konzert
und zum Kartenverkauf findet man unter www.akkordeonorchester.com.
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