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Volksstimme vom 12.11.08

Von Kathleen Radunsky

Akkordeonorchester und Kabarettist bieten einmalige Veranstaltung
250 Gäste bei Musik und Witz

Oschersleben - Passen Kabarett und die Musik eines Akkordeonorchester zusammen? Das fragten sich am Sonntag Julia Dannenberg und ihr Freund Nik Vermue. Die Kroppenstedter waren wie 250 weitere Gäste in die Jockel-Klein-Halle der Oschersleber Motorsport Arena gekommen, um dieser Frage auf die Spur zu gehen.

Den Rahmen bot das Oschersleber Akkordeonorchester, das eine Mischung aus melancholischer, belebend schneller und verführerischer Musik zu Gehör brachte. Ob die Toccata und Fuge d-Moll von Johann Sebastian Bach oder der sinnliche Tango – "ich bin überrascht, was die Akkordeonspieler für Töne treffen", sagte die 21-jährige Julia Dannenberg, bevor der Mittelteil mit dem Kabarettisten Frank Hengstmann begann, der erst einmal die noch offene Frage beantwortete: "Ja es passt, denn das Akkordeon wird vom Volk gespielt und das Kabarett wird für das Volk gespielt."

Als Einstieg für seinen 30-minütigen Auftritt beschrieb Hengstmann auf seine eigene Art das Land Sachsen-Anhalt, sagte zum Beispiel über den Harz, "dort, wo andere Gebirge anfangen, hört der Harz auf" und kritisierte in gern gehörter Manier den Magdeburger Slang. Für seine Parodie eines Langzeitarbeitslosen zog er schließlich – wie immer – eine typische Trainingsjacke an. "Das ist nicht Gucci, sondern Vietschi." Übrigens hatte der Magdeburger nicht nur scheltende Worte über. "Ich verneige mich mit Hochachtung vor den Musikanten", richtete er an das Akkordeonorchester.

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