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Volksstimme vom
16.06.07
Von René Döring
Akkordeonorchester 1967
von Klaus Hoppe gegründet / Jubiläumskonzert am 29. Juni in St. Nicolai
Ein Aushängeschild feiert 40.
Oschersleben - Mit einem
öffentlichen Festkonzert feiert das Akkordeonorchester Oschersleben am
Freitag, 29. Juni, in der Nicolaikirche sein 40-jähriges Bestehen. Mehr
als 100 Musikerinnen und Musiker haben bisher in diesem kulturellen
Aushängeschild des Bördekreises gespielt.
Der vor drei Jahren in Innsbruck erspielte Weltmeistertitel war ohne
Zweifel der bisher größte Erfolg des Oschersleber Akkordeonorchesters.
Aber längst nicht der einzige. Über fünf A-5-Seiten erstreckt sich die
Erfolgsbilanz. Das reicht vom FDGB-Kulturpreis 1972 bis zum Kulturpreis
des Bördekreises 2004 und von der Goldmedaille bei den
Arbeiterfestspielen 1986 bis zum Eintrag in das Goldene Buch der Stadt
Oschersleben 2005.
Allerdings haben diese und die vielen anderen Erfolge nicht ein und
dieselben Musikerinnen und Musiker erspielt. Insgesamt waren es gut 100
Akkordeonspielerinnen und Akkordeonspieler, die in insgesamt sechs
Orchestergenerationen das fortgesetzt und weiter entwickelt haben, womit
Musiklehrer Klaus Hoppe 1967 begonnen hatte, als er aus einer
Akkordeonarbeitsgemeinschaft des Pionierhauses ein Akkordeonorchester
formierte.
Das er selbst bis 2000 geleitet hat, um dann den Taktstock der heutigen
Chefin Kerstin Radke zu übergeben. Wobei auch Bernd Hohmann ein
Hoppe-Erbe ist. Denn heute gibt es in Oschersleben nicht nur ein,
sondern zwei Akkordeonorchester. Zum einen die von Kerstin Radke
geleitete, aus der vierten und vor allem fünften Orchestergeneration
hervorgegangene und jetzt als Verein organisierte Erwachsenen-Formation.
Und zum anderen gibt es heuer in bester Hoppe-Tradition ein von Bernd
Hohmann geleitetes Nachwuchsorchester der Bördekreis-Musikschule.
Und beide Musikformationen werden nun am Freitag, 29. Juni, das
40-jährige Bestehen feiern. Nicht mit Jubel, Trubel, Heiterkeit in allen
Räumen sowie Reden ohne Ende, sondern schlicht und einfach mit einem
Konzert in der Oschersleber Nicolaikirche, das um 19 Uhr beginnt. Es
werden Stücke aus der Anfangszeit zu hören sein und Stücke, die noch
nicht so lange zum Repertoire gehören.
Zu dieser Idee, das Jubiläum mit einem Konzert und ohne lange Reden zu
begehen, haben sich die Musiker von Victor Hugo inspirieren lassen. Der
französische Schriftsteller aus dem 19. Jahrhundert hatte nämlich einmal
gesagt: „Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber
zu schweigen unmöglich ist".
Dieser Hugo-Satz steht im Übrigen auch in der Festschrift, die Kerstin
Radke und ihre Mitstreiter anlässlich des Jubiläums zusammengestellt
haben. In dieser Festschrift steht auch die ganze Geschichte des
Orchesters geschrieben, wie dort zudem mehrere Gruß- und Dankesworte,
ein Porträt des Orchestergründers, ein Erlebnisbericht über den
weltmeisterlichen Innsbruck-Auftritt und weitere Orchesterinformationen
nachzulesen und viele Fotos zu sehen sind.
Und in dieser Festschrift steht auch noch ein zweites Zitat. Das stammt
vom Philosophen Friedrich Nietzsche, der ebenso im 19. Jahrhundert
festgestellt hatte: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum..."
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