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Volksstimme vom
19.10.05
Von René Döring und Ronny
Schoof
Akkordeonspieler
vertreten den Bördekreis am Bodensee
Sowohl das
Akkordeonorchester Oschersleben als auch das
Nachwuchs-Akkordeonorchester der Musikschule des Bördekreises nehmen am
Wochenende im baden-württembergischen Hagnau an einem Wettbewerb teil.
Beide Orchester haben in den zurückliegenden Tagen noch einmal kräftig
geprobt.
Wenn das Akkordeonorchester Oschersleben zu einem Auftritt begrüßt wird,
dann zumeist als Weltmeister. Ein Titel, den sich die Musiker um
Orchesterleiterin Kerstin Radke vor Jahresfrist mit dem Sieg beim
Weltmusikfestival in Innsbruck erspielt und damit sehr viel für das
Ansehen des Bördekreises getan haben.
Doch auf diesen Lorbeeren ausruhen ist nicht, waren sich die 13 Musiker
aus Oschersleben, Seehausen, Harbke, Gröningen, Emmeringen, Wulferstedt,
Magdeburg und Helmstedt schon gleich nach Innsbruck einig. Und deshalb
haben sie in den Wochen und Monaten seither nicht nur etliche Konzerte
gegeben, sondern sich zugleich auf den nächsten Wettbewerb vorbereitet.
Mit dem Ergebnis ihrer zwölfmonatigen Probenarbeit im Gepäck, fahren sie
nun am Wochenende zu einem Wettbewerb an den Bodensee, um dort im
baden-württembergischen Hagnau für sich und für den Bördekreis zu
spielen.
Nur 15 Minuten hat das Orchester Zeit, um die Jury von seinem Können zu
überzeugen. Weshalb auch zwei sehr komplizierte Stücke ausgesucht worden
sind, in denen die Bördekreis-Musiker alles geben müssen. „Das Programm
ist noch schwieriger als das, das wir in Innsbruck gespielt hatten", so
Kerstin Radke.
Vor allem ist es eine irische Suite des ungarischen Komponisten Mátyás
Seiber, die höchste Ansprüche stellt. Und deshalb hat vor allem dieses
Stück noch einmal am vergangenen Sonnabend bei einer Tagesprobe im
Mittelpunkt gestanden und wird auch noch einmal am morgigen Freitag bei
der Generalprobe im Mittelpunkt stehen.
Das Jugendakkordeonorchester der Kreismusikschule konzentrierte sich
diese Woche indes ganz auf drei Stücke, die am Sonnabend beim Wettbewerb
rund zehn Minuten in Anspruch nehmen werden: ein Präludium von Bach,
Variationen russischer Volksweisen und eine Kreuzpolka von Günter
Ketzscher. Die nötige Muße für die Proben fand die 13-köpfige Gruppe
unter der Leitung von Brigitte Uhde und Bernd Hohmann einmal mehr im
Eggenstedter Schullandheim. „Wir kommen gern hierher, weil wir hier
ideale Bedingungen zum Trainieren vorfinden", sagt Brigitte Uhde. Immer
und immer wieder wurde von Montag bis heute in die Tasten gegriffen,
damit die Töne bei der Premiere in Baden-Württemberg sitzen. Auf die
Frage nach der Zielstellung stapelt Bernd Hohmann tief: „Wir wollen
nicht Letzter werden." Immerhin ist es das erste Mal, dass die
Nachwuchsmusiker, die seit drei Jahren gemeinsam intonieren, als
geschlossenes Ensemble zu einem Wettbewerb antreten.
Die Jugendlichen erwartet im Übrigen ein recht stressiges Wochenende. Am
Freitag geht's ab in den Süden und schon direkt nach der Preisverleihung
am Sonnabend macht sich die Gruppe auf den Rückweg. „Wir kommen
irgendwann in den frühen Morgenstunden wieder hier an", so Uhde -
vielleicht mit einem Preis im Gepäck.
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