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Volksstimme vom
13.12.04
Von Mathias Müller
Akkordeonorchester
Oschersleben begeistert den Bördekreis
Weltmeister sind jetzt Doppel-Kulturpreisträger
Oschersleben - Das gab es
noch nie: In ein und dem selben Jahr holt ein Ensemble die Kulturpreise
des Bördekreises und der Stadt Oschersleben. 2004 gelingt das erstmals
dem Akkordeonorchester Oschersleben. Damit würdigen Landkreis und
Kreisstadt den Gewinn des Welt-Musik-Festivals 2004 in Innsbruck, der
Weltmeisterschaft für Akkordeonorchester.
Sie heißen Maria Pfeiffer, Martina Köhler, Heidrun Pfeiffer, Luisa
Kunkel, Isabel Kunze, Steffi Heise, Annett Langer, Jörgen Kohl, Katja
Himstedt, Andrea Dreyer, Mathias Nowatzki, Fabian Stankewitz, Jens
Bittner und Mirka Stankewitz. Zusammen mit ihrer Leiterin Kerstin Radke
bilden sie das Akkordeonorchester Oschersleben. Nachdem das Ensemble
Mitte der vergangenen Woche den Kulturpreis des Bördekreises gewann,
machte das Orchester das Doppel perfekt, als es am Freitagabend im
großen Rathaussaal den Kulturpreis 2004 der Stadt Oschersleben verliehen
bekam. Novum dabei: Jeder einzelne Musiker durfte sich in das Goldene
Buch der Stadt eintragen. Eine Ehre, die die Stadtoberen erstmals einem
Kulturpreisträger gewährten.
Und diese Ehre hat ihren triftigen Grund. Gewann das Akkordeonorchester
Oschersleben doch in diesem Jahr das Welt-Musik-Festival in Innsbruck,
der Weltmeisterschaft für Akkordeonspieler. "Wir sind sehr stolz auch
euch", sagte dann auch eine emotional sehr berührte Angelika Hilliger,
in der Stadtverwaltung verantwortlich für die Kultur, bei der Begrüßung
der Musiker und Gäste vor der Verleihung des Kulturpreises. Die
Verleihung erlebten Preisträger vergangener Jahre, Oschersleber
Kulturschaffende, Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter.
"Oschersleben ist eine Hochburg niveauvoller Akkordeonmusik", griff
Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke in seiner Laudatio auf die
Preisträger den Gedanken Angelika Hilligers auf. Jeder dieser Frauen und
Männer "ist ein Meister auf seinem Instrument". Sie alle seien durch die
"harte Schule" von Musikschullehrer Klaus Hoppe gegangen und mit
Ehrgeiz, Beharrlichkeit und tausenden von Übungsstunden zu diesem
weltmeisterlichen Klangkörper geworden, verdeutlichte Klenke. Er
erinnerte an den 24. November dieses Jahres, den Tag, an dem die
Mitglieder des Oschersleber Stadtrates in geheimer Abstimmung den
Kulturpreisträger 2004 bestimmten. Es war ein einstimmiges Ergebnis für
die Akkordeonspieler. Derart schnell und überzeugend getroffen wie bei
keinem der vorherigen Preisträger. Ausschlaggebend bei der Entscheidung
die ungeheuer positive Außenwirkung für Oschersleben, die das
Akkordeonorchester erreichte und bis heute erreicht.
Wie Klenke auf den Gewinn der Weltmeisterschaft reflektierte, ging
diesem Erfolg des Akkordeonorchesters Oschersleben eine Probezeit von
eineinhalb Jahren voraus. Getreu dem Motto, das Leiterin Kerstin Radke
herausgegeben hatte. "Wenn man Qualität erreichen will, muss man mehr
tun als man soll". Das sah später auch die Jury in Innsbruck so, als die
Oschersleber mit 49 von 50 möglichen Punkten zum Weltmeister erklärt
wurden.
Was wäre das Oschersleber Akkordeonorchester ohne Musik. Nach der
Übergabe des mit 500 Euro dotierten Kulturpreises der Stadt Oschersleben
2004 durch Ingeburg Gerke, Vorsitzende des Stadtrates, und Bürgermeister
Dieter Klenke an Kerstin Radke, legten die Musiker los. Mit Spielfreude,
Präzision und einer Portion Humor erfüllten sie den weltmeisterlichen
Anspruch. Und den an einen Kulturpreisträger von Kreisstadt und
Bördekreis.
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