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Volksstimme vom
25.05.04
Von René Döring
Oschersleber
Akkordeonorchester wetteifert im Juni mit 300 Ensemble
Bördekreis-Musiker fahren zum Welt-Festival nach Innsbruck
Oschersleben - Mehr als
300 Ensemble aus China, Australien, Russland und vielen anderen Ländern
treffen sich Mitte Juni in Innsbruck. Auch das Oschersleber
Akkordeonorchester nimmt an diesem 8. Welt-Musik-Festival teil.
Allerdings ist für die Oschersleber Musiker die Finanzierung noch nicht
geklärt, sie brauchen noch Sponsoren.
Wenn sich am 12. Juni im Innsbrucker Berg-Isel-Stadion mehr als 300
Musikensemble zum Finale des 8. Internationalen Welt-Musik-Festivals für
Akkordeon, Harmonika und Mundharmonika versammeln, dann wird auch das
Oschersleber Akkordeonorchester dabei sein. Und möglicherweise bekommen
die Musiker aus dem Bördekreis gar einen der Preise, die während dieser
Abschlussveranstaltung vergeben werden.
Das mit dem Preis wird allerdings ein hartes Stück Arbeit für die
Oschersleber Akkordeonspieler. Diese riesige Innsbrucker
Musikveranstaltung heißt nämlich nicht nur Welt-Musik-Festival, sondern
ist auch eines. Aus zahlreichen Ländern, selbst aus China, Japan,
Australien und Russland kommen die Akkordeon-, Harmonika- und
Mundharmonikaspieler nach Österreich.
Um gegen diese internationale Konkurrenz zu bestehen, hat das 15-köpfige
Oschersleber Orchester unter Leitung von Kerstin Radke schon vor mehr
als einem Jahr mit der Vorbereitung begonnen. Für das 15minütige
Vorspiel wurden neue Stücke einstudiert und immer wieder geprobt. Es hat
neben der wöchentlichen Zusammenkunft Sonderproben, sogar Trainingslager
gegeben. "Und auch die noch verbleibende Zeit werden wir intensiv
nutzen", so Kerstin Radke und ihre Orchesterkollegin Heidrun Pfeiffer.
Allerdings ist es mit der künstlerischen Vorbereitung nicht getan, die
Teilnahme an solch einem Festival kostet auch Geld, einige Tausend Euro.
Und die sind noch nicht zusammen. Vor allem, weil ein vom Bördekreis
erhoffter Zuschuss nicht kommt. "Da der Haushalt nicht genehmigt ist,
bekommen wir nichts, wie uns mitgeteilt wurde", so Kerstin Radke.
Worüber sie und ihre Mitstreiter des als gemeinnütziger Verein
organisierten Orchesters "sehr enttäuscht" sind. Ist es doch die erste
Teilnahme eines Oschersleber Musikensembles an solch einem großen
Wettbewerb, womit auch etwas für das Ansehen des Bördekreises getan
werde.
Als die Musiker die Hiobsbotschaft aus dem Landratsamt erhalten hatten,
sind sie sogleich auf die Suche nach Sponsoren, also Klinken putzen
gegangen. "Wir freuen uns sehr, dass mehrere Firmen und Organisationen
wie beispielsweise der Oschersleber Lions Club, die Hydraulik Seehausen
GmbH oder auch Schubert Motors unseren Verein unterstützen. Doch was
bisher zusammen gekommen ist, reicht noch nicht", so Kerstin Radke und
Heidrun Pfeiffer.
Zumal auch ein paar Hundert Euro benötigt werden, um alle Akkordeons
noch einmal stimmen zu lassen, und 2000 Euro für eine neue Elektroorgel.
"Unsere bisherige Orgel haben wir vor jedem Auftritt immer noch mal mit
einer Dose Kontaktspray zum Spielen gebracht, doch für Innsbruck
brauchen wir eine neue", sagt Kerstin Radke und bittet auch auf diesem
Wege noch einmal Sponsoren um finanzielle Unterstützung. Was auch nicht
unbedingt ohne Gegenleistung passieren müsse. "Unser Orchester oder auch
einzelne Musiker unseres Orchesters könnten beispielsweise im Gegenzug
Veranstaltungen der Sponsoren musikalisch umrahmen", so Kerstin Radke.
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