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Geschichte Hier finden Sie eine Kurzfassung der Geschichte des JAO bzw. jetzt AOOC. Viel Spaß beim Lesen und Betrachten der historischen Bilder! Weiterhin finden Sie auf dieser Seite die komplette Chronik zum 35-jährigen sowie die Festschrift zum 40-jährigen Jubiläum - bitte klicken Sie auf eines der hierunter angezeigten Bilder. Im Folgenden lassen wir in Kürze die vergangenen 40 Jahre des Akkordeonorchesters Revue passieren. Mit dieser Geschichte untrennbar verbunden ist die Person Klaus Hoppe. Schließlich hat er diesen Klangkörper aus der Taufe gehoben, und vielmehr bestimmte er über 3 Jahrzehnte die Geschicke des Orchesters und sorgte durch unglaubliches Einfühlvermögen und stete Motivation für die wiederkehrenden und immer größeren Erfolge. Ihm sei an dieser Stelle ausdrücklich für sein Lebenswerk gedankt! Klaus Hoppe, der gelernter Landwirt und Metallarbeiter ist, und sich zum Berufsmusiker mit Hochschulabschluss qualifizierte, unterrichtete seit 1964 als Vertragslehrer in Oschersleben Akkordeon. Im damaligen Pionierhaus in der Seelmannstraße erlernten zunächst sechs Schüler das Akkordeonspiel. Doch schon bald reichte ihm der Einzelunterricht nicht mehr. 1966 plante er, eine Akkordeonspielgruppe ins Leben zu rufen. Dies geht aus einem Schreiben vom 25.03.1966, das als Gründungsurkunde für das heutige Orchester gelten kann, hervor. Auszug: „Ich beabsichtige, im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft in Oschersleben eine Akkordeon – Spielgruppe ins Leben zu rufen. Die ersten Zusammenkünfte waren bereits im Februar… Da die Schüler alle durch die Musikschule Magdeburg Akkordeonunterricht erhalten, konnte im Monat März schon mit der Herausbildung eines Quintetts begonnen werden. …Die Teilnehmerzahl beläuft sich auf 18 Schüler. Ich plane, mit dieser Arbeitsgemeinschaft schon in diesem Jahr auftreten zu können und bin bereit, an schulischen und ähnlichen Veranstaltungen teilzunehmen.“ Im Jahre 1967 hatte sich der Stamm der Spieler soweit gefestigt, dass regelmäßige Auftritte, wie zum Beispiel in Altenheimen oder in der Orangerie in Neindorf, möglich waren und erfolgreich bespielt wurden. Nun wurde das Instrumentarium durch ein E-Piano ergänzt. Durch intensive, regelmäßige Proben, zunächst sonnabends von 13.30 – 17.00 Uhr, später auch sonntags von 9.00 – 11.00 Uhr, konnte sich das Orchester qualitativ so weiter entwickeln, dass es bei zahlreichen Wettbewerben auf Kreis-, Bezirks- und DDR- Ebene immer die höchsten Einstufungen im künstlerischen Laienschaffen erhielt. So erreichte das Orchester 1969 beim Bezirksleistungsvergleich in Magdeburg in der Mittelstufe das Prädikat „sehr gut“. 1970 trat das Orchester in Wernigerode zu einem Talentewettbewerb „Herzklopfen kostenlos“ auf. Angesichts des hohen musikalischen Anspruchs und der geplanten Vorhaben reichten die Proben samstags und sonntags nicht mehr aus. Das Orchester fuhr ins Orchesterlager in die Jugendherberge Ballenstedt. Trotz der vielen Proben kam die Freizeit nie zu kurz. 1972 erhielt das Orchester für seine hohe Einsatzbereitschaft und künstlerische Ausstrahlung den Kulturpreis des FDGB–Kreisvorstandes Oschersleben. 1972 sollte außerdem für das Orchester ein besonderes Jahr werden. Ein Festprogramm für das Festival der DSF (Deutsch-Sowjetische Freundschaft) in Halle und für die 14. Arbeiterfestspiele wurde einstudiert, gemeinsam mit einer Sprechergruppe, einem Bläserquintett, Gesang und Schlagzeug. Die Mühe wurde mit einer Silbermedaille beim Festival der DSF belohnt und in Schwerin bei den 14. Arbeiterfestspielen gab es eine Goldmedaille. Das Orchester war in aller Munde und in der Presse. Eine große Feier mit Eltern und allen, die in der damaligen Zeit Rang und Namen hatten, fand im Tanzkaffee am Kino statt. 1973 erspielte sich das Orchester bei den „Vogtländischen Musiktagen“ in Klingenthal die Oberstufe „ausgezeichnet“. Zu dieser Zeit wurden schon neue Schüler in das Orchester aufgenommen, um einen fließenden Übergang in das nächste zu ermöglichen. Im 1974 gegründeten 2. Orchester wurde das Instrumentarium erneut durch eine E-Orgel sowie ein Schlagzeug erweitert. Auch das 2. Orchester fuhr regelmäßig ins Orchesterlager, denn der gute Ruf des 1. Orchesters musste verteidigt werden. 1974 erhielten die Musiker eine Medaille für Verdienste im künstlerischen Volksschaffen. Mit der VEB Pumpenfabrik Oschersleben wurde 1975 ein Patenschaftsvertrag eingegangen. Nun wurde das Orchester finanziell unterstützt und im Gegenzug wurden alle betrieblichen Höhepunkte der Pumpenfabrik vom Orchester ausgestaltet. 1977 fuhren die jungen Musiker erneut nach Klingenthal zum IV. Zentralen Leistungsvergleich. Sie wurden für ihre Mühe mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ in der Oberstufe belohnt. Im selben Jahr erhielt das Orchester den Kulturpreis der Stadt Oschersleben. 1978 ging es per Bus nach Prag. Hier in der tschechischen Hauptstadt kam es zu herzlichen Begegnungen mit einheimischen Akkordeonorchestern. Eine enge freundschaftliche Bindung zum Akkordeonorchester „Dalibor“ wurde aufgebaut. 1982 wurde das 2. Orchester wieder von neuen jungen Musikern des nun schon 3. Orchesters abgelöst. Viele Jugendweihen und andere festliche Veranstaltungen wurden musikalisch umrahmt. 1986 fanden im Bezirk Magdeburg die 21. Arbeiterfestspiele statt. Das Orchester errang eine Goldmedaille. Im Herbst des gleichen Jahres erhielten die Musiker den Kulturpreis der Stadt Oschersleben. 1987 war für das 3. Orchester ein besonderes Jahr. Es durfte in der Unterhaltungssendung „Ein Kessel Buntes“ mitwirken. Am 05.09.1987 ging’s nach Cottbus ins Tonstudio, wo die Aufnahmen für die Sendung gemacht wurden. Die Tontechniker konnten es kaum glauben, dass es junge Laien - Musikschüler - waren, die in einer super Qualität die Stücke einspielten. Auch das Prager Orchester „Dalibor“ wurde besucht und die Prager kamen nach Oschersleben anlässlich des 20. Geburtstages des Orchesters. Ab Sommer 1988 gingen viele von den Musikern zum Studium, doch die Nachfolger, das 4. Orchester, standen schon in den Startlöchern. 1991 nahm der Klangkörper erstmalig am 3. Niedersächsischen Orchesterwettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt in Bad Harzburg und anschließend am Deutschen Orchesterwettbewerb in Goslar teil. Außerdem erhielt das Orchester im gleichen Jahr den Kulturpreis der Stadt Oschersleben. Grundlage für diese und hier nicht erwähnte Erfolge waren wie auch in den anderen Orchestern regelmäßige Proben und zusätzliches intensives Üben in Orchesterlagern, die teilweise zweimal im Jahr stattfanden. Neue Freundschaften zu anderen Orchestern wurden aufgebaut: z.B. Schöningen, Wirges, Köln, Hannover. 1993 fuhr das Orchester nach Prag, um dort mit dem Orchester „Dalibor“ ein gemeinsames Konzert zu veranstalten. 1998 kam es zum ersten gemeinsamen Konzert mit dem sich bereits gegründeten 5. Orchesters. Als im Herbst 2000 Herr Hoppe das letzte Mal dirigierte, fiel der Abschied sehr schwer. Es gab nun 2 Möglichkeiten: entweder aufhören oder allein weiter machen. Und wie ihr seht, haben wir nicht aufgegeben und mit Herrn Hoppes Unterstützung weitergemacht. Die Leitung hat Kerstin Radke übernommen, die selbst Mitglied des 4. Orchesters war und nach ihrem Studium als Lehrerin für Akkordeon an die Musikschule Oschersleben zurückkehrte. Das 4. Orchester besteht schon seit 18 Jahren, worauf die Musiker ein wenig stolz sind, dass sie so lange durchgehalten haben. Da inzwischen alle Mitglieder entweder im Berufsleben stehen oder noch studieren, ist es für uns sehr schwer, gemeinsame Probentermine zu finden und Auftritte zu koordinieren. Trotzdem ist es gelungen, sich auf den 2. Altenburger Akkordeonwettbewerb vorzubereiten und das Orchester konnte sich einen 2. Platz erspielen. Nun ist es an der Zeit über das 5. Orchester etwas zu berichten, welches 1997 ins Leben gerufen wurde. Es war nicht ganz leicht, denn die Spieler hatten einen Altersunterschied von 7 Jahren. Neben den regelmäßig nun freitags stattfindenden Orchesterproben fuhren die Spieler auch 2 Mal im Jahr ins Orchesterlager: anfangs nach Warsleben, später dann nach Eggenstedt in die Schule am Wald. Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an den Regionaltagen des Bördekreises auf der BUGA am 05.09.99 in Magdeburg. Im November 2001 erhielt das Orchester den 1. Kulturpreis des Bördekreises. Das war eine riesige Überraschung für die jungen Musiker – hatten sie damit nie gerechnet. Im Winterprobenlager 2002 wurde sich auf ein besonderes Ereignis vorbereitet: die Teilnahme am Orchesterwettbewerb in Gaggenau. Mit Unterstützung von einigen Mitgliedern aus dem 4. Orchester ging’s nach Gaggenau, wo das Orchester der Jury einen qualitativ anspruchsvollen Vortrag präsentierte und mit einem 1. Peis und dem Prädikat „hervorragend“ nach Oschersleben zurückkehrte. Im Oktober 2002 sollte ein weiterer Höhepunkt stattfinden. Nämlich die 35-Jahr–Feier des Orchesters. Das Festkonzert am 5.10.02 im Motopark Oschersleben war ein voller Erfolg. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Im anschließenden gemütlichen Beisammensein der Orchestermitglieder aus allen 5 Orchestergenerationen wurde sich an viele schöne gemeinsame Orchestererlebnisse erinnert. Im Jahr 2003 sollte schließlich der nächste Umbruch erfolgen. In der Musikschule wurde zwischenzeitlich ein Nachwuchsorchester gegründet, welches die 5. Orchestergeneration als neues Jugendorchester beerben sollte. Für die Spieler des bisherigen Orchesters sollten sich die Wege zum Sommer 2003 trennen. Einige erhielten jedoch weiter die Möglichkeit, ihr Talent unter Beweis zu stellen und wurden in das Erwachsenenorchester, den Spielerstamm der 4. Generation, integriert. Und es sollten große Ziele angegangen werden. Für 2004 für war die erste Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb nach der Wende geplant – die Fahrt sollte zum „8. World Music Festival“ nach Innsbruck gehen. Dafür wurde intensiv geprobt, wie früher auch in zusätzlichen Orchesterlagern und Probentagen. Die Bemühungen hatten sich schließlich mehr als gelohnt. Was niemand auch nur zu hoffen gewagt hatte, wurde wahr. Statt nur „nicht negativ auffallen und ordentlich spielen“, ließen wir alle Orchester unserer Kategorie in der Oberstufe hinter uns und erspielten uns wahrlich leidenschaftlich einen 1. Preis mit dem Prädikat „hervorragend“ – und damit quasi den Weltmeistertitel im Akkordeonspiel. Diese äußerst positive Repräsentation unserer Region wurde reichlich belohnt. Im selben Jahr gab es für uns sowohl den Kulturpreis des Landkreises als auch den der Stadt Oschersleben. Weiterhin durften wir uns in das „Goldene Buch“ Oscherslebens eintragen. Angesichts dieses Erfolges hieß es für uns weitermachen und gleich im folgenden Jahr den nächsten Wettbewerb anzustreben. Zusammen mit dem Jugendorchester fuhren wir zum Akkordeonwettbewerb von Baden-Württemberg nach Hagnau. Die Erfolgsgeschichte fand ihre Fortsetzung und sogar eine Steigerung: Beide Orchester entführten den Titel in ihrer Kategorie aus dem Ländle. Die Erfolgsgeschichte geht letztlich auch im Jubiläumsjahr weiter. Im Mai 2007 fuhr das Jugend-Akkordeonorchester zum 5. Landesorchesterwettbewerb nach Dardesheim und errang dort ebenfalls einen 1. Platz.
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